Sand, Kies & Co.

Unverzichtbar für Bau & Klima:

Warum Sand, Kies & Co. für Klimaschutz und Bauwirtschaft unverzichtbar bleiben

Wer an Baustoffe denkt, denkt meist an Ziegel, Beton oder Asphalt. Doch hinter jedem Bauprojekt – ob Wohnhaus, Straße oder Windkraftanlage – steckt ein Fundament: mineralische Rohstoffe wie Kies, Sand, Naturstein oder Kalk. Sie stammen häufig aus regionalem Abbau wie unsere Rohstoffgewinnung am Standort Weiz. Diese sind unverzichtbar für die Bauwirtschaft und gleichzeitig Teil eines tiefgreifenden Wandels. Denn Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Versorgungssicherheit haben auch in dieser Branche längst Einzug gehalten.

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Ressourcen im Wandel: Vom Abbau zum Kreislauf

Lange Zeit war der Weg klar: Rohstoffe abbauen, verarbeiten, verbauen – und entsorgen. Heute jedoch ist klar: Die Zukunft liegt im intelligenten Umgang mit Ressourcen. Recyclinganlagen verarbeiten Abbruchmaterialien wie Beton oder Asphalt zu neuen, hochwertigen Baustoffen. So entstehen aus vermeintlichem Bauschutt wieder verwertbare Materialien, die den Bedarf an Primärrohstoffen senken und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Selbst Aushubmaterialien, die früher schlicht deponiert wurden, werden heute als wertvolle Sekundärressourcen erkannt. Wer sie richtig einsetzt, profitiert doppelt – ökologisch wie ökonomisch. Bei Ziegeln und Beton sind die Wiederverwertungsquoten bereits beeindruckend hoch. Laut Bundesabfallwirtschaftsplan landet weniger als 1 % des Altbetons auf Deponien. Noch werden solche Materialien vor allem im Tiefbau verwendet – langfristig könnten aber gezielte Produktkennzeichnungen und Lebenszyklusanalysen helfen, auch im Wohnbau vermehrt auf Recyclingbaustoffe zu setzen.

Ohne Primärrohstoffe geht’s (noch) nicht

So vielversprechend Recycling auch ist – der Bedarf ist enorm. Derzeit reicht das zur Verfügung stehende Material bei Weitem nicht aus, um den Bedarf in Österreich zu stillen. Vor allem dort, wo höchste Qualität, Langlebigkeit und statische Sicherheit gefragt sind, bleibt der Einsatz von Primärrohstoffen unverzichtbar. Abbruchmaterial wird direkt auf der Baustelle zurückgebaut und anschließend an unseren Standorten in Weiz und im Recyclingpark Vasoldsberg chemisch analysiert und aufbereitet – so führen wir es fachgerecht und ressourcenschonend in den Rohstoffkreislauf zurück.

Energiewende braucht Rohstoffe

Die grüne Transformation funktioniert nicht ohne Gestein. Für Windräder, Photovoltaikanlagen, E-Ladeinfrastruktur oder moderne Gebäudedämmung braucht es große Mengen mineralischer Rohstoffe. Für eine einzige Windkraftanlage werden etwa 1.200 Tonnen Beton verarbeitet – Hauptbestandteil: Sand, Kies und Schotter. Neben Wasser braucht es Zement – hergestellt aus Kalkstein, Ton und Sand.

Diese Fakten zeigen: Wer den Klimaschutz vorantreiben will, muss auch den Zugang zu hochwertigen Lagerstätten sichern – am besten regional, um Lieferengpässe und Abhängigkeiten zu vermeiden.

Innovation auf allen Ebenen

Die Bauwirtschaft ist längst keine starre Branche mehr. Forschung und Industrie arbeiten an Lösungen, die Ökologie und Effizienz verbinden. Von CO₂-reduziertem Zement über Urban Mining bis hin zu rückbaubaren Gebäudekonzepten: Es tut sich viel. Doch selbst die innovativsten Ansätze kommen aktuell noch nicht ohne frische Rohstoffe aus. Das Ziel sind klimaneutrale Bauprodukte – und der Weg dorthin führt über einen ausgewogenen Mix aus Primär- und Sekundärmaterialien.

Abbaustätten als Lebensräume: Natur schafft Platz für Natur

Was viele nicht wissen: Stillgelegte oder gezielt gepflegte Abbauflächen entwickeln sich zu wertvollen Rückzugsorten für bedrohte Arten. In Kies- und Sandgruben entstehen Lebensräume für seltene Vögel, Amphibien, Insekten und Pflanzen. Projekte wie jenes von BirdLife Österreich zeigen, dass verantwortungsvoll geführte Steinbrüche echte Hotspots der Biodiversität sein können – mit Biotopen, die es andernorts kaum mehr gibt.

Fazit: Mehr als nur Steine

Mineralische Rohstoffe sind das Fundament für klimafreundliches Bauen, regionale Wirtschaftskraft und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Die Welt ist besser geworden – auch weil Österreich sich auf eine eigene, sichere Versorgung mit hochwertigen Rohstoffen verlassen kann. Damit das so bleibt, braucht es moderne Verfahren, klare politische Rahmenbedingungen und eine Gesellschaft, die versteht: Nachhaltigkeit beginnt beim Material.

 

Quelle: Forum mineralische Rohstoffe